Einige Revisionen zur bisherigen Geschichte des Pirschhauses

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Jens Geutebrück

DIE TANZBUCHE WURDE NIE ABGERISSEN UND NEU AUFGEBAUT!!! 
KLÄRUNG EINES VÖLLIG FALSCHEN GERÜCHTES.

Es wird endlich mal Zeit mit dem im Internet verbreiteten Gerücht aufzuräumen. Es wird nämlich seit längerer Zeit behauptet, die Tanzbuche wäre zwischen 1865 und 70 abgerissen und danach neu aufgebaut worden. DAS IST FALSCH. Abgerissen wurde das alte Waldwarthhaus, welches rechts daneben stand. Und auch nicht auf Befehl Herzog Ernst II., sondern wegen Baufälligkeit. Auch hatte wie immer behauptet, Waldwarth Orphal, keine sieben Töchter, sonderen nur 2, welche um 1865 nicht mal 10 Jahre alt waren.

Leider hält sich dieses unhaltbare Gerücht ziemlich hartnäckig und selbst im Buche "Der Zwerg vom Heuberghaus" wird diese mundartliche Sage als Wahrheit präsentiert. Was darin über die "Tanzbuche" geschrieben steht, geht in eine völlig falsche Richtung, da man im Buche von einem Abriss der Tanzbuche ausgeht, welcher aber nie stattfand.

Hier einige der wirklichen Fakten:

* Tanzbuche war schon im Jahre 1854 Gastwirtschaft.
* 1855 stirbt der alte Waldwarth Johann Orphal und sein Sohn 
August führt das Amt weiter.
* Orphal`s haben nie die "Tanzbuche" bewohnt, sondern das alte Waldwarthaus daneben.
* 1864 Abriss des alten Waldwarthhauses, rechts neben der 
Tanzbuche. 
* Die heutige "Tanzbuche", ist das gleiche Gebäude, welches Baurath Gustav Eberhardt im Jahre 1835 aus einem schon 1738 erbauten alten Pirschhause, erweitern und umbauen ließ.

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Waldwarth August Orphal im Jahre 1857 im Gespräch mit der Wirtin der "TANZBUCHE". Das Bild zeigt die seltener photographierte Vorderseite.
August Orphal bekleidete die Stelle des Waldwarthes schon seit dem Tode seines Vaters, Joseph Orphal, im Jahre 1855. Dieser war vorher schon über 25 Jahre Waldwarth auf der "Tanzbuche". Sein Vater wurde noch auf der "Schmücke" gebohren.

Kollodium-Photographie aus meinem Archiv.

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EINZIGES ERHALTENES PHOTO DER HINTERTÜR DER "TANZBUCHE" AUS 1862.

Bis zum Jahre 1864 hatte das Pirschhaus "Tanzbuche" auf der Rückseite eine Hintertür, von welcher man direkt aus der Gaststube ins Freie kam. Aus wirtschaftlichen Gründen, war es dann notwendig die Tür zu entfernen. Denn durch diese Hintertür gingen manchmal Gäste raus ohne zu bezahlen. So verschwand die Tür in 1864. Man wird ausser diesem Bild, aus meinem Archiv, kein anderes finden, auf welchem die Hintertür zu sehen ist.

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