Aktuelle Nachrichten

Sämtliche hier aufgelisteten Forschungsergebnisse sind von mir per ISSN Nummer und auch als gedruckte Publikation gesichert bzw. geschützt. Unerlaubte Verwendung zieht schärfste strafrechtliche Konsequenzen nach sich. Bei Zitaten bestehe ich auf genaue Quellenangaben und Namensnennung.

Jens Geutebrück

In Anlehnung an meine Arbeit am Buch "DER ALTE GOTTESACKER ZU GOTHA", hier einige meiner Forschungsergebnisse. 

Zum Leichensteine des Stadtapothekers zu Gotha WOLF DOENEL welcher stand auf dem alten Gottesacker zu Gotha.

Der Stein stand bis zur Profanation des alten Begräbnisplatzes an dessen Ostmauer. Seit 1903 gefindet er sich im Magazin des Herzoglichen Museums.
Die Inschrift beklagt das hinfortscheiden des Wolf Doenel, seines Söhnleins und seines Töchterleins. Über der Inschrift befindet sich ein Relief, welches die beiden Verstorbenen vor einem Kruzifix betend zeigt. Wolf Doenel war der Gründer der alten Stadtapotheke welche sich heute noch am Oberen Hauptmarkt befindet.


Inschrift des Steines:

"ANNO 1597 DEN 5. SEPTEMBRIS IST DER ERBAR WOLFF DOENEL IN GOTT SELIGLICH VORSCHIEDEN, SEINES ALTERS 33 IAHR. ANNO 1595 DEN 30. MARTII IST WOLFF DOENELS SÖHNLEIN DANIEL GENANNDT IN GOTT SELIG VERSCHIEDEN. SEINES ALTERS 1 IAHR.
ANNO 1597 DEN 9. SEPTEMBRIS IST WOLFF DOENELS TÖCHTERLEIN SUSANNA GENANDT IN GOTT ERSCHIEDEN. IHRES ALTERS 5 IAHR. GOTT VERLEIHE IHNEN ALLEN EINE FROELICHE AUFFERSTEHUNG."

Danke für die Photographie an Jürgen Hißner, Gotha

Zum Leichensteine der Elisabeth Dorothea Werneburg welcher stand auf dem alten Gottesacker zu 
Gotha.

Der Stein stand bis in die 1960er Jahre an der Westbegrenzung des alten Gottesackers, welche ab 1911 die Westbegrenzung des Areals der Arnoldischule war. In den 60er Jahren wurde der Stein an die Kirche St. Margarethen versetzt wo er heute noch steht.

Text im Hauptteil:

"Denkmal der Liebe
für
Frau Elisabeth Dorothea Werneburg,
geborene Oschmann.
Freue dich Du bist hindurch,
durch das Meer der trüben Stunden.
Redlich hat Dein Werneburg
Jedes Leiden mit empfunden.
Aber Mitgefühl und Pflicht
Tilgte Deinen Jammer nicht.
Freue nun Dich vor dem Herrn
Dort sehn wir verklärt uns wieder.
Schwebt vieleicht von seinem Stern
Manchmal noch Dein Geist hernieder.
O so schrieb er an den Freund,
der hier an dem Grabe weint."


Text im unteren Teil:

"Sie
ward gebohren 1709,
verehelichte sich 1760 
mit
J. S. L. Werneburg
Lieutenant beym hiesigen
löblichen Bürgerbataillon.
und starb 1784."
 

 

Dies ist alles was Johann Christian Bachoff in seinem Werk "Tractatio Specialis De Sepulcris Gothanis." (1724) über das Begräbnis des Laurent Martini, fürstlicher Cassierer zum Friedenstein, zu berichten weis.

 

"...praecedit quidem hoc epitaphum LAURENTII MARTINI, Johannis Casimiri, Johannis Ernesti atque Ernesti Pii olim ministri cari; sed quia rudera illius vix supersunt..."

 

 

"...vor diesem, befindet sich in der Tat noch das Epitaph für Laurent Martini, vor langer Zeit treuer Minister von Johan Casimir Johann Ernst und Ernst dem Frommen; aber von diesem ist kaum mehr als Schutt übrig..."

Laurent Martini wurde 1668 an der Nordmauer des alten Gottesackers in seiner Gruft zur Ruhe gelegt. Die Beschreibung Bachoff`s stammt aus dem Jahre 1724. Nach 56 Jahren war also von dem Stein nur noch Schutt übrig. Das ist sehr kurz für ein Sandstein-Epitaph. Aber zu erklären.

 

Er war der einzige Begrabene in dieser Gruft, welche oberhalb kein Gruftgebäude besessen hat, sondern von einem Zäunlein umrankt war. Dies könnte eine Erklärung für den frühen Verfall des Steines sein. Zudem entstand der Stein zu einer Zeit, als man rothen Sandstein aus dem Steinbruch "Toller Hund" abbaute, welcher sich in der Höhe der heutigen "Schönen Aussicht" befand. Dieser rothe Sandstein war ganz und garnicht witterungsbeständig.
Ich fasse also zusammen:
- Offenes unbedachtes Erbbegräbnis
- Epitaph anscheinend aus rothem Sandstein
- Erbbegräbnis verschwand noch vor 1730
- Ort und Stelle des Erbbegräbnisses heute noch bekannt und vermessbar, da die Nachbarbegräbnisse in ihrer Größe und Fläche bekannt waren

 

 

 

 

Das Erbbegräbnis "ROSENBERG" auf dem alten Gottesacker zu Gotha.
Dieses Erbbegräbnis erzählt die Geschichte des greisen Johann Georg Rosenberg, welcher seine beiden Söhne überlebte.
Der Goldschmiedemeister Johann Georg Rosenberg hatte 2 Söhne. Beide starben sehr früh nicht lang von einander. So ließ der Vater jeweils eine Grabmal mit einer Sphinx errichten. Als er selbst 10 Jahre später starb, ließ er sich als Grabmal eine Säule machen, welche hinter den beiden Sphingen steht.
Johann Georg Rosenberg (1746-1835) Säule
Johann Hans Rosenberg (1784-1825) Vordere Sphinx 
Christian Friedrich Rosenberg (1788-1822) Hintere Sphinx 
Das Erbbegräbnis wurde im Jahre 1903 Opfer der Profanation des alten Gottesackers.

 

 

04.03.1897 auf dem alten Gottesacker.
Ein trauriges Stück aus der Akte. Auf Zeit durfte ausnahmsweise nochmal eine Bestattung auf dem alten Gottesacker durchgeführt werden. Somit war Auguste Purgold die letzte Bestattete auf dem alten Begräbnisplatz.
Wortlaut der Akte:
"Frau Karoline Burdorff-Steuer geb: Purgold, ist die Erlaubnis erteilt worden, die Asche ihrer verstorbenen Mutter Auguste Purgold im Erbbegräbnis Heydenreich/Purgold/Glass auf dem alten Gottesacker solange beisetzen zu lassen, als dieser Friedhof als solcher noch besteht."

 

 

Der alte Gottesacker zu Gotha hatte an der Südseite eine spezielle Tür für die Toten welche an ansteckender Krankheit verstarben. Diese wurden hinter der südlichen Mauer rechts neben der Pforte, welche sich heute noch erhalten in der Mauer von Friedhof II befindet, in einem Massengrab verscharrt. Aus diesem Grunde gab es an der Südmauer keine größeren Erbbegräbnisse. Denn dieses Areal wurde noch bis 1903 für das Knochenmaterial der leergräumten Gräber verwendet. Auch wurden dort die abgeräumten Grabsteine gelagert. Die Pestpforte selbst wurde im Jahre 1765 entfernt und in die Mauer des neuen Gottesackers (Friedhof II) integriert.
Noch heute befinden sich die verstaubten Knochen der Pesttoten einen Meter unter dem Straßenbelag.
"25 Fuß ab dem Erbbegräbnis Büchner lag an der Mauer nach Mittag hin die Pforte für die Toten." Jetzt kommt hinzu das es sich beim Erbbegräbnis Büchner um das alte Erbbegräbnis Mahn handelt welches das letzte Erbbegräbnis am südlichen Ende der Westbegrenzung war, welche zum Ende in eine Schräge überging und sich knapp nach dem Erbbegräbnis mit der Südmauer verband.

 

Juli 2017 Dies sind mehrere Platten einer Gruftabdeckung vom alten Gottesacker zu Gotha. Sie gehörten zum "Erbbegräbnis Reinhardt" und wurden 1875 vom alten Gottesacker dahin gebracht wo ich sie nun fand.

Nicht nur der Grabstein wurde versetzt. Die Gruftanlage ist durch Wettereinflüsse der letzten 140 Jahre stark in Mitleidenschaft gezogen worden, aber sie ist komplett.

18. Juni 2017 Zwei Detailaufnahmen der Grabplatte meines UrururururururururGroßvaters Dr. Johannes Volck (1621-1656).







Übersetzt lautet der Text auf der Grabplatte:

"Dem hochedlen Manne 
Johannes Volck
Doktor der Philisophie und Medizin,
sächsisch-gothaischer Landesarzt,
liegt hier, so er gestorben ist, begraben
mit seinem Söhnlein Johann Gerhard,
geboren zu Gotha den 02. December 1621,
gestorben den 12. October 1656.

In Erinnerung an die menschliche Schwäche
und in absoluter Erwartung der
Auferstehung und des seligen Lebens 
hat dieses Grabmonument, obwohl klein,
die tiefbetrübte Witwe
Maria, geborene Gerhard,
errichten lassen."

Johannes Volck wurde in der Kirche St. Catharinen zu Gotha beigesetzt. Nach Ablauf der Liegezeit ließ man die Grabplatte in das Mausoleum "Jacobs/Volck" umsetzen. Diesem Umstande ist zu verdanken, das die Platte heute in einwandfreien Zustande erhalten ist.

14. Juni 2017. Grobe Säuberung am heutigen Tage. Unter Moss versteckt war die Inschrift für die arme Maria Sabine Gerbett.

Nun ist die Inschrift komplett transkripiert.

Der Stein stammt aus dem Jahre 1733.

26. April 2017: Heute wurde von mir das Rätsel um die zwei "Reinhardt" Epitaphe vom alten Gottesacker gelöst.

Das Foto zeigt den Leich-Text auf dem unteren Drittel des zweiten Barock-Epitaphs, welchen ich heute durch Reinigung sichtbar machte.5 Kilometer von Gotha liegt ein geheimnissvoller Stein. Es ist der bekannte "Reinhardt Grabstein" welcher um 1870 vom alten Gottesacker dorthin versetzt wurde.In letzter Zeit tauchte ein zweites Epitaph aus der Barockzeit auf. Ein Doppel-Grabstein. Vorn und hinten reich verziert und beschrieben.Auf der Vorderseite die Inschrift für SYDONIA REINHARDT, welche 1700 als Kind verstarb und auf der Rückseite die Inschrift für ihren Vater JOHANN CASPAR REINHARDT, Hofadvocat zum Friedenstein, der sie 30 Jahre überlebte.Die Inschrift der Tochter ist komplett erhalten, die Inschrift für den Vater jedoch nur noch zu 30 % entzifferbar. Komplett erhalten jedoch der untere Leich-Text.

28. März 2017: Ausser solchen feinen Silberkunstwerken ist vom Hofgoldschmied Johann Andreas Gerbet fast nichts geblieben. Als einziges Relikt existiert heute noch der Grabstein seiner sehr früh im Jahre 1737 verstorbenen Frau Maria Sabine vom alten Gottesacker.

Kandisschale aus Gotha, um 1765. Gemacht von Johann Andreas Gerbet (Gothaer Hofgoldschmied, erwähnt ab 1729). Ovaler gewölbter Fuß mit kurzem Schaft, der bauchige Korpus in ovaler Vierpassform und mit leicht geschweiften Faltenzügen geziert. Silber, Mulde vergoldet. Am Rand Stadtmarke mit Halbfigur eines Bischofs. Meistermarke "AG" ligiert. 6 x 17 x 12,3 cm; 120 g.

27. März 2017: Dieser Stich zeigt den alten Eingang an der Nordostecke des Gottesackers, welcher im Jahre 1833 an die Nordmauer weiter westlich verlegt wurde.

Auf dem Plane habe ich die genaue Lage des alten Einganges als orangen Kreis eingezeichnet.
Das schmiedeeiserne Thor vom "alten Gottesacker" zu Gotha, wurde schon im Jahre 1860 durch den Opernsänger Julius Reer veräußert. Das Thor kam zuerst nach Berlin zu einem Antiquitätenhändler und wurde kurz darauf nach Edinburg verkauft, wo es heute einen Nebeneingang des Parks von "Winton House" schmückt. Durch diese Odyssee wurde das Thor vom nördlichen Eingang des Gottesackers zumindest erhalten.
Mit diesem Frevel begann die Profanation des alten Gräberfeldes zu Gotha und endete in seiner Völligen Zerstörung im Jahre 1909.

27. März 2017: KOMPLITZIERTES RÄTSEL UM DAS "ALTE GOTTERORUM" GELÖSST!!!

Blick in das "Madelung`sche Erbbegräbnis" auf dem alten Gottesacker. Bei diesem Begräbnis handelt es sich um das alte "Gotterorum"; die alte Begräbnisstätte Gotter. Seit 1735 befand sich das neue "Gotterorum" an der oberen Ostmauer.
Durch Verbindung mit der Familie Brückner, kam das alte "Gotterorum" im Jahre 1772 in die Verwaltung der Familie Madelung.
Somit wurde die Tradition des "alten Gotterorums" in Familientradition weitergeführt.
Auch in dem neuen "Gotterorum" befand sich ein Stein der Brückner`s.
Somit ist mittlerweile entgültig klar, warum das Madelung`sche Erbbegräbnis an der selben Stelle lag wie das "alte Gotterorum", welches schon seit mindestens 1670 bestand.
Im alten Gotterorum waren auch die Familien Fergen und Wagner mitbestattet.
Im selben Begräbnis dann 150 Jahre später auch Adolph Stieler, welcher wiederum mit einer Madelung verheiratet war. Auch die verbandelte Familie Freislich lag mit in dem Begräbnis.
Erbbegräbnisse wurden meist durch Familienverbandelungen welche manchmal komplitzierter nicht sein konnten, weitervererbt.

22. März 2017: Heute haben Rudolf W. L. Jacobs und Jens Geutebrück das Geheimnis des "Steines BERTUCH" ein für alle mal gelöst. Sämtliche Inschriften und Leichentexte der Vorder und Hinterseite sind nun transkripiert.Der Spät-Roccocale und gleichzeitig Früh-Klassizistische Stein aus dem Jahre 1778 erzählt die Familiengeschichte einer ganzen Bäckergeneration zu Gotha.Es ist der Leichenstein des Johann Mattheus Bertuch und seines geliebten Eheweibes Barbara Catherina Bertuch welcher stand von 1778 bis zum Jahre 1903 auf dem alten Gottesacker zu Gotha.Der Stein wurde 1903 auf den alten Friedhof IV versetzt und stand dort bis zum Jahre 1951. Nach der Einebnung des Friedhofes IV kam der Stein bis zum Jahre 1969 auf Friedhof II und wurde hernach auf Friedhof V versetzt wo er heute noch steht.Der Stein wurde im Jahre 1778 von den Kindern des Paares aufgestellt, welche nach ihrem Verscheiden auf der Rückseite des Steines nachgetragen wurden.

                   

21. März 2017

Das "Dormitorium Berletiorum" ist gefunden!!!!

In Zusammenarbeit mit dem Forscherfreund Jürgen Neumann!!!
Es ist selbstverständlich klar, das die Lage des alten Begräbnisplatzes vorerst geheim bleibt. Bis zur Sicherung und Restauration der Sepulcralien. Das Begräbnis sieht auf den ersten Blick ziemlich zerstört aus. Aber!!! Es sind alle Teile des sehr umfangreichen und herrlichen "Dormitoriums" erhalten und eine Restauration in den Urzustand ist ohne weiteres möglich. Die Teile liegen in einem Kreis von ca. 10 Metern verstreut, sind aber vollständig.

 

20.02.2017 EPITAPH DES JACOB FRIEDRICH BACHOFEN VON ECHT IDENTIFIZIERT

Heute war es mir möglich dieses Grabsteinfragment anhand des Wappens und den letzten beiden Inschriftreihen zu identifizieren.Mit einem speziellen Programm war es mir möglich die Rest-Inschrift sichtbar zu machen.Das Wappen auf der rechten Seite bedeutet das die Mutter des Verstorbenen eine geborene Heydenreich gewesen sein muss. Da die Urtexte der Steine der Mühlpfort/Heydenreich-Gruft vom alten Gottesacker komplett im Jahre 1725 abgeschrieben wurden, war es möglich anhand der letzten beiden erhaltenen Zeilen den Stein zu identifizieren.Es ist der Stein für Jacob Friedrich Bachofen von Echt welcher im Jahre 1703 mit 17 Jahren verstarb. Seine Mutter war Elisabeth Sophie Heydenreich und sein Vater Michael Christoph Bachofen von Echt welcher gleichzeitig auch mein Vorfahre (9xUrgroßvater) ist. Der Verstorbene ist also ein 8xUronkel von mir.

04. Januar 2017 Genau in der Mitte des Bildes, an der Stelle wo der halbrunde Sockel steht, befand sich noch vor 300 Jahren die ausgemauerte Gruft des HERRN LORENTZ MARTINI. Er war Fürstlicher Cassierer zu Gotha und starb den 18. April 1668. 

Er wurde an der Nordmauer des alten Gottesackers in allen Ehren und Würden beigesetzt. Aber schon im Jahre 1725 war das Grab ungepflegt und größtenteils zerstört.
Johann Christian Bachoff schreibt bereits 1725: "Es ging voraus dies Epitaph Laurent Martini, einst treuer Diener von Johan Casimir, Johan Ernst und Ernst dem Frommen. Von jenem Epitaph ist nur noch Schutt übrig."

02. Januar 2017

 Ein Knabe auf dem "alten Gottesacker" zu Gotha 

Hinter dem Jungen steht noch die Grabsäule des "Rosenberg-Begräbnisses" welches hier schon zum größten Teil abgebaut war. Das Foto stammt aus dem Jahre 1904. Rechts angeschnitten kann man eine Ecke der "Heydenreich-Gruft" sehen, welche damals im Besitz der Purgold Familie war. In der Mitte hinten an der Wand steht der Rest des "Schreitz-Begräbnisses" ursprünglich das "Begräbnis - Göckel" welches schon 1715 nicht mehr umpflegt wurde. Das danach um 1770 entstandene "Erbbegräbnis Schreitz" bestand noch bis zur Einebnung. Es ist die Nordmauer zur Eisenacherstraße. In der Ecke direkt hinter der Gruft befand sich bis zum Schluss das "Erbbegräbnis Breithaupt". Zu dem Zeitpunkt als das Foto entstand, war die Profanierung des alten Begräbnisplatzes schon im vollen Gange. Die Einebnung (nicht die Umbettung, denn eine solche fand nie statt) zog sich über mehrere Jahre hin.

14. Dezember 2016 Neuestes Forschungsergebnis meinerseits, nach einer Akte aus dem Kirchenarchiv.

 

HIER WIRD ZUM ERSTEN MAL DIE GESCHICHTE VOM "HEILGEN KREUTZ STEIN" ERZÄHLT. Bisher wusste keiner was es mit diesem Stein auf sich hat.

Dieses Kenotaph ist wohl mit Abstand der älteste Grabstein der Stadt. Er stammt aus dem 14. Jahrhundert. Er zierte einst die Gruft einer Äbtissin im Kloster "Zum heiligen Kreutz". Das Kloster verschwand 1540 und an seine Stelle trat der "alte Gottesacker" und später die Arnoldischule. Im Laufe der Abtragung des Klosters kam der Stein auf den Begräbnisplatz von St. Augustin. Auch heute befindet er sich noch auf dem Areal des ehemaligen alten Kirchhofes, wo sich heute eine Schule befindet. Dieser Stein ist das einzige was vom Kloster "Zum heiligen Kreutz" blieb. Man muss bedenken: Dieser Stein ist so alt das ihn selbst Myconius und Luther schon als Museumstück bewundern konnten.

Dieser Stein hat bis heute ca. 700 Jahre Stadtgeschichte überlebt.

Die gesamte Geschichte des Steines findet Platz in einem extra Kapitel meines Buches "DER ALTE GOTTESACKER

24. November 2016

ERBBEGRÄBNIS VOM ALTEN GOTTESACKER STAND NOCH in den 80er Jahren UND KEINER HAT REALISIERT UM WAS ES SICH DABEI HANDELTE.

In einem Gespräch, kam heute heraus, das das Erbbegräbnis EVANDER noch in den 80er Jahren stand. Auf diesem Foto aus 1952 ist es im Bilde zu sehen.

Dieses Erbbegräbnis hat den "alten Gottesacker" somit 80 Jahre überlebt.

Dieses Erbbegräbnis hat alles überlebt: Den siebenjährigen Krieg, den deutsch - französischen Krieg, den Kaiser, die Weimarer Republik, das dritte Reich, die DDR. Und ihr habt es zum Schluss noch zerstören müssen.


19. November 2016 Letzte Woche sprach ich mit dem Direktor des Arnoldigymnasiums Herrn Festag. Er von sich aus hat nichts gegen eine Aufstellung des "ThomasBachofen von Echt" Grabsteins an der Nordmauer des Schulhofes. Er würde somit fast genau an der Stelle stehen, wo er sich von 1597 bis 1887 befand.

Wenn die Schulbehörde nun noch zustimmt ist alles im Lot und THOMAS BACHOFEN VON ECHT kann zurückkehren auf den "alten Gottesacker".

15. November Der Leichenstein des Stadtapothekers WOLF DOENEL vom alten Gottesacker zu Gotha.

Der Stein stand bis zur Profanation des alten Begräbnisplatzes an dessen Ostmauer. Die Inschrift beklagt das hinfortscheiden des Wolf Doenel, seines Söhnleins und seines Töchterleins. Über der Inschrift befindet sich ein Relief, welches die beiden Verstorbenen vor einem Kruzifix betend zeigt. Wolf Doenel war der Gründer der alten Stadtapotheke welche sich heute noch am Oberen Hauptmarkt befindet.

Hier die komplette Original-Inschrift des Steines:

 

"ANNO 1597 DEN 5. SEPTEMBRIS IST DER ERBAR WOLFF DOENEL IN GOTT SELIGLICH VORSCHIEDEN, SEINES ALTERS 33 IAHR. ANNO 1595 DEN 30. MARTII IST WOLFF DOENELS SÖHNLEIN DANIEL GENANNDT IN GOTT SELIG VERSCHIEDEN. SEINES ALTERS 1 IAHR.
ANNO 1597 DEN 9. SEPTEMBRIS IST WOLFF DOENELS TÖCHTERLEIN SUSANNA GENANDT IN GOTT ERSCHIEDEN. IHRES ALTERS 5 IAHR. GOTT VERLEIHE IHNEN ALLEN EINE FROELICHE AUFFERSTEHUNG."


Danke für das Photo an Rudolf W. L. Jacob

31. Oktober 2016 Großartige Ergebnisse in Zusammenarbeit mit Rudolf W. L. Jacobs, um den alten Gottesacker zu Gotha. Das Wappen der Gothaer Familie MÜHLPFORDT und daneben das Wappen auf einem erhaltenen Grabepitaph der Familie aus der Gruft vom alten Gottesacker, welche sich das "MÜHLPFORTIORUM" nannte. In der Gruftkapelle, welche um 1895 abgerissen wurde, standen 6 Epitaphe, von denen 2 komplett und ein drittes als Fragment erhalten sind.In der Gruft waren auch Mitglieder der Familien HEYDENREICH und BACHOFEN VON ECHT bestattet.

29. Oktober · 2016

Nach intensivier Recherche steht nun fest wem dieser Grabstein gesetzt wurde.
Es ist der Grabesstein der ROSINA DOROTHEA HEYDENREICH geb: Meister
Sie war die Frau des Samuel Mathäus Heydenreich (1697-1775)
Sie starb vor Ihrem Ehegatten zwischen 1760 - 1775.
Der Stein verschwand um 1850 vom alten Gottesacker und wurde als Baumaterial verwendet. Nun wurde das Haus abgerissen und der Stein ist wieder da

 







 9. Oktober 2016

Die Putte am Epitaph des "Johann Balthasar Kutzleb" aus dem Jahre 1760, vom alten Gottesacker.

 

Das linke Photo zeigt die Putte noch in erhaltenem Zustande im Jahre 1902, das rechte Bild stammt aus diesem Jahr und zeigt die beschädigte Putte bereits ohne Kopf. Die Beschädigung stammt aus jüngerer Zeit da auch auf Photos um 1990 die Putte noch mit Kopf zu schauen ist.

17. September 2016

Hiermit möchte ich großen Dank aussprechen an Frau R. Barthel und Herrn Albrecht Loth vom Staatsarchiv zu Gotha.

Durch die schnelle Hilfe, war es Rudolf W. L. Jacobs und Jens Geutebrück (mir) möglich, die bisher unbekannten Inschriften der Gruft JACOBS vom alten Gottesacker komplett zu entziffern. Zudem war es möglich, die beiden allegorischen Frauenfiguren der Gruft zu deuten.

Ein historisches Foto wurde so hochauflösend gescannt, mit einer Spezialmaschine in Weimar, das es möglich war jeden einzelnen Grashalm um die Gruft zu erkennen. Solch ein digitaler Spezialabzug hat pro Bild eine Größe von ca. 350 MB.

Das untere Foto ist eine andere normal aufgelöste Aufnahme aus einer Buch-Publikation von 1902, an welcher man sehen kann, wie unmöglich eine Entzifferung bisher war.

 Die JACOBS Gruft stand bis Mai 1903 auf dem alten Gottesacker zu Gotha. Vor Abriss der Gruft, machte sich keiner Mühe die Inschriften abzuschreiben. Nun nach 113 Jahren sind die Inschriften endlich wieder bekannt und für immer gerettet. 

Alle hatten es bisher für unmöglich gehalten, nun ist es uns gelungen.

17. September 2016

Sie hieß ANNE ELISABETH KUTZLEB und es ist hier das erste mal seit 107 Jahren, das man wieder ihren Namen lesen kann. Denn im Jahre 1909 verschwanden die letzten restlichen Steine an der Nordwest Ecke des alten Gottesackers.

 

Annen Elisabeth wurde nur 50 Jahre alt. Ihr Mann starb bereits 15 Jahre vor Ihr im Jahre 1760 und war auch über 20 Jahre älter als sie. Es war der Handelskommisär Johann Balthasar Kutzleb.

Durch eine hochaufgelöste photografische Aufnahme aus dem Jahr 1904 war es mir nun möglich überhaupt erstmal den Namen zu erhalten. Über 100 Jahre wurde die "Schöne Ecke" als die "Saul Ecke" beschrieben. Dies war ein Irrtum. In dieser Ecke des alten Begräbnisplatzes, lagen nur Mitglieder der Familie Kutzleb. Es war das Kutzlebsche Erbbegräbnis. Dies ist nun seit einer Stunde klar. Mittlerweile habe ich auch alle restlichen Steine der Ecke identifiziert. Nach über 100 Jahren sind nun diese alten Inschriften das erste Mal wieder lesbar. Die Steine sind längst zerfallen und verschwunden, aber durch alte Photografien und neuster moderner Scanapparaturen geschieht nun ein digitales Wunder.

Ewiger großer Dank sei den Mitarbeitern des Staatsarchives Gotha gesendet, durch ihre Hilfe wird nun ein sepulkraler Traum war. Der alte Gottesacker wird wieder lebendig. Er war nie ganz verschwunden, sondern nur eingefroren in alten Bildern.

3. August 2016

Eine weiteres Ergebnis meiner Forschungsarbeit zusammen mit Rudolf W. L. Jacobs zum "alten Gottesacker"

 

Dieses Teilstück eines sehr wuchtigen barocken Epitaphes war bisher nicht idendifizierbar. Durch das Wappen und den Stil des Ausführung, steht nun fast, das das Epitaph aus dem Erbbegräbnis MÜHLPFORT/HEYDENREICH stammt. Das Begräbnis befand sich an der Westmauer des alten Gottesackers. In der unteren Ecke das WAPPEN HEYDENREICH. Der Stein stammt aus den Jahren zwischen 1702 und 1706.

3. August  2016· 

Nach langer Arbeit ist es Rudolf W. L. Jacobs und mir gelungen, diese Gruft auf dem "alten Gottesacker zu Gotha" zu idendifizieren. Schon immer wurde diese Gruft von sämtlichen "Historikern" als das "Purgold`sche Erbbegränis" bezeichnet. DAS WAR FALSCH!!! Diese Gruft war ursprünglich das "GLASS´SCHE ERBBEGRÄBNIS" wurde dann später zur 

"Grablege HEYDENREICH".

Die Familie Purgold hatte diese Gruft nur ca. 50 Jahre in Verwaltung und eine Urne bestatten lassen.

Die Gruft wird korrekt als das "DORMITORIUM GLASSIORUM" bezeichnet.

4. Juli ·2016

Zum ersten Male zu sehen seit 129 Jahren.


HIER IST DER BEWEIS DAS ICH IHN GEFUNDEN HABE :)

Der GRABSTEIN des THOMAS BACHOFEN VON ECHT, BÜRGERMEISTER ZU GOTHA.

Liebe Freunde 

Ausser mir, seid Ihr die Ersten welche es sehen. Zwischen den beiden Fotos liegen nun 129 Jahre. Lange war der Grabstein meines 12 fachen Urgroßvater, des Bürgermeisters zu Gotha, Thomas Bachofen von Echt, verschollen. Gestern Abend um 20.23 Uhr hab ich den Stein nach jahrelangem Suchen wiedergefunden. 1000 Kilometer vom alten Gottesacker zu Gotha entfernt, wo er einst stand. Der Stein stammt aus dem Jahre 1597 und stand bis 1887 auf dem alten Gottesacker zu Gotha. Der Zustand des Steins ist sehr gut. Er ist 419 Jahre alt.

18. Juni 2016  Ich habe es endlich geschafft, das Geheimnis dieses Epitaphes zu lüften. Es stand ursprünglich auf dem alten Gottesacker zu Gotha.

Der Grabstein zweier sehr alter Eheleute.

Der Stein hat eine Höhe von 180 cm. Ist gemacht aus Seeberger Sandstein. An beiden Seiten befinden sich Putten und in der Mitte ein Dreieck mit dem Wort JAHWE (Gott).

Der Stein ward gemacht für einen Herrn Gräßer, dessen Schicksal immer noch im Dunklen liegt. Aber auf der Rückseite des Steines steht der Name seiner Frau, Sybilla Gräßerin, welche kurz nach ihm im Alter von 80 Jahren im Jahre 1736 verstarb.

Der Stein stammt also aus den Jahren zwischen 1730-1735.

Großer Dank für die genealogischen Recherchen gilt Rudolf W. L. Jacobs.




29. April 2016

JETZT IST AUCH DER GRABSTEIN DES HOFADVOCATEN REINHARDT GESICHERT :)

 

Es können sich sicher noch einige erinnern als ich vor 3 Wochen, den verschollenen 300 Jahre alten Grabstein der kleinen Sydonia Reinhardt wiederfand.

Jetzt ist auch der Grabstein Ihres Vaters gesichert.

JOHANN CASPAR REINHARDT, HOFADVOCAT ZUM FRIEDENSTEIN.

Oben sieht man den Stein seiner Tochter und auf dem unteren Bilde, kann man die Inschrift auf dem Epitaph ihres Vaters erkennen.


5. April 2016

Eine weiterer GRABSTEIN - FUND vom "alten Gottesacker"

An der Stelle wo im 13. Jahrhundert das Dörfchen RODA lag, richtete sich die Familie Berlet Mitte des 19. Jahrhunderts ihren Garten ein. Trotzdem nennt man die Stelle heute immer noch "Rödichen". Als im Jahre 1904 die ersten Grabsteine vom "alten Gottesacker" abgeräumt wurden, ließ Geheimrat Gustav Berlet (1817-1908) seine Verwandschaft ausgraben und in seinem Garten beisetzen, auch die Grabsteine wurden umgesetzt. Das Grab was ich hier durch einen Hinweis unseres Mitgliedes Jürgen Neumann gefunden habe ist noch vollständig intakt und noch belegt. Der Grabstein stammt aus dem späten 18. Jahrhundert.

Ein weiterer Grabstein vom "alten Gottesacker" ist gefunden. Der Grabstein steckt mindestens noch einen halben Meter unter der Erde und hat dann eine Höhe von ca. 120 cm. Der obere Teil fehlt seit den späten 60er Jahren.

4. April 2016

Vor einem halben Jahr fragte ich hier nach Informationen den "Reinhardt-Grabstein" vom alten Gottesacker betreffend. Niemand konnte mir nur auch den geringsten Hinweis geben. Der Stein verschwand 1890 vom "alten Gottesacker". Heute habe ich ihn gefunden.

Den Platz wo der Stein von mir aufgefunden wurde liegt so einmalig versteckt, das man ihn nur durch Zufall finden kann. Zudem bewegt sich dort wirklich kein Mensch, nicht mal der Förster. Deshalb behalte ich die Liegeinformation des Steines vorerst für mich. Das Ziel ist, den umgefallenen Grabstein zu sichern und wieder aufzustellen. Da der Stein umgefallen ist liegen der Sockel, der Hauptstein und die Bekrönung einzeln, sind aber in gutem Zustande.

28. März 2016 Der Plan vom "alten GOTTESACKER" vervollständigt sich immer mehr. Die Erbbegräbnisse an der West-Nord und Ostmauer habe ich nun eingefügt. Morgen kommen noch weitere 80 Grabstellen dazu, mit Namen versehen, um die Catharinenkirche herum.

 

Dies ist der erste Versuch einer Komplettierung der Grablegen.
Die Arbeit ist zwar schwer, aber ich schaff das. Der alte GOTTESACKER zu Gotha fiel in den Jahren 1906 - 1909 einem Bauwahn der damaligen Stadtväter zum Opfer. Auf der Stelle des heutigen Schulhofes der Arnoldischule, welche heute auf dem oberen Terrain steht liegen noch heute die Toten begraben. Auch um das alte Stadtbad herum, welches den unteren Teil des Platzes einnimmt, sind die Grablegen noch erhalten.

 

Aktualisierung vom 15.Dezember 2016: 470 Grabstellen auf drei Plänen des "alten Gottesackers" eingezeichnet. Da sich der Begräbnisplatz über die Jahrhunderte ständig veränderte, habe ich drei Pläne gemacht: Einmal 16. Jahrhundert, 17. - 18. Jahrhundert und 19. Jahrhundert.




18. Januar 2016   GOTHA im Herbst des Jahres 1858 

Dieses Foto ist gleich in mehrfacher Hinsicht eine Sensation, und zudem ein Unikat was die Abbildung der Kirche St. Catharinen betrifft. Gleich rechts neben dem alten Zollhof, in welchem sich heute das Gesundheitsamt (Eisenacherstr. 3) befindet, sieht man ein kleines Gebäude hervorschauen mit einem winzigen Türmchen. Es ist die Gottesackerkirche St. Catherinen. Diese stand bis zum Jahre 1874 und wurde dann wegen Baufälligkeit abgerissen. Dieses Ereignis läutete den entgültigen Untergang des alten Gottesackers ein. Das Foto ist somit eine der ältesten fotografischen Stadtansichten und das einzige fotografische Zeugnis der St. Catharinenkirche.



30. Dezember 2015 Dies hier ist das EINZIGE photographische Bild des "WACHLER`SCHEN ERBBEGRÄBNISSES" auf dem "alten Gottesacker" zu Gotha. Hinter dem Jungen und den Bäumen ist es als eingezäuntes Grabgelege zu sehen. Das Photo bestätigt somit, das es sich bei diesem Begräbnis nicht um ein gemauertes Mausoleum handelte, sondern um ein sogenanntes "ausgemauertes Erbbbegräbnis", ohne festen Überbau, nur mit Grabplatten versehen. Der gusseiserne Zaun wurde um 1865 um das Begräbnis angelegt, um der Unfallgefahr der nachgebenden Platten der unterirdischen Gruft, entgegenzutreten.



30. April 2015: Am 30. April 2015 habe ich den Grabstein des Sylvius von Frankenberg wiedergefunden :)

Der seit 1903 vom alten Gottesacker verschwundene Grabstein des Staatsministers Silvius von Frankenberg welcher im Jahre 1815 starb und auf dem ALTEN GOTTESACKER zu Gotha begraben wurde. 
Man möge mir verzeihn, wenn ich den Standplatz des Steines noch nicht verrate.